Erbschaftssteuer im Vereinigten Königreich 2026: Freibeträge, Rechner, Sätze & legale Sparstrategien

2026 kann die britische Erbschaftssteuer Sie härter treffen, als Sie erwarten. Nicht wegen höherer Sätze, sondern weil eingefrorene Freibeträge und steigende Vermögenswerte Ihre Planung aushebeln. Wenn Sie Vermögen im Vereinigten Königreich haben, entscheidet Detailwissen über fünf- oder sechsstellige Beträge.

Hier erfahren Sie, welche Regeln wirklich gelten, wie Sie korrekt rechnen und wo legale Spielräume bleiben – Schritt für Schritt zu Freibeträgen, Sätzen und Strategien.

Übersicht zur Erbschaftssteuer im Vereinigten Königreich 2026 – Freibeträge und Steuersätze

1. Was ist die Erbschaftssteuer im Vereinigten Königreich – und warum betrifft sie 2026 mehr Menschen denn je?

Die britische Inheritance Tax (IHT) ist eine Steuer auf den gesamten Nachlass einer verstorbenen Person: Immobilien, Ersparnisse, Investitionen, Wertgegenstände – abzüglich Schulden.

Die harte Realität 2026: Die Freibeträge sind seit Jahren eingefroren, während Hauspreise gestiegen sind. Ergebnis: Immer mehr „normale“ Familien rutschen unbemerkt in die Steuerpflicht.

Die Eckdaten 2026:

  • Standard-Steuersatz: 40 %
  • Grundfreibetrag (Nil Rate Band): £325.000
  • Zusätzlicher Immobilienfreibetrag (Residence Nil Rate Band): £175.000
  • Maximal steuerfrei für Ehepaare mit Eigenheim: bis zu £1.000.000
Berechnung der britischen Erbschaftssteuer mit Freibeträgen

2. Der größte Irrtum: Die £325.000-Grenze schützt Sie nicht automatisch

Viele glauben: „Mein Haus ist £350.000 wert – also kein Problem.“

Doch die IHT rechnet alles zusammen: Haus + Bankkonten + Investments + Lebensversicherungen + Schenkungen der letzten 7 Jahre.

2026 gilt weiterhin:

  • £325.000 steuerfrei pro Person
  • Alles darüber: 40 %
  • Schenkungen innerhalb von 7 Jahren zählen mit
Grafik zur Erbschaftssteuer in Großbritannien

3. Wann fällt 2026 keine Erbschaftssteuer an?

Keine IHT wird fällig, wenn:

  • Der gesamte Nachlass unter £325.000 liegt
  • Alles an Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner geht
  • Vermögen an UK-registrierte Wohltätigkeitsorganisationen vererbt wird
  • Der kombinierte Freibetrag (inkl. RNRB) greift
Immobilien und Erbschaftssteuer im Vereinigten Königreich

4. Erbschaftssteuer 2026 berechnen – Schritt für Schritt

  1. Marktwert aller Vermögenswerte am Todestag ermitteln
  2. Alle Schulden abziehen (Hypotheken, Kredite)
  3. Schenkungen der letzten 7 Jahre addieren
  4. Freibeträge (£325.000 + ggf. £175.000) abziehen
  5. Restbetrag × 40 %
Online-Rechner zur britischen Erbschaftssteuer

5. Erbschaftssteuer-Rechner UK (2026)

Offizielle und seriöse Rechner finden Sie bei:

  • GOV.UK – Inheritance Tax Checker
  • Which? Inheritance Tax Calculator

Nutzen Sie Rechner für eine erste Orientierung – nicht als finale Planung.

6. Der 40 %-Satz – und wie er auf 36 % sinken kann

Der Standardsatz bleibt 2026 bei 40 %. Doch es gibt einen Hebel:

Wenn mindestens 10 % des Netto-Nachlasses an eine UK-Wohltätigkeitsorganisation gehen, sinkt der Steuersatz auf 36 %.

7. Übertragbare Freibeträge für Ehepaare: Der Millionentrick

Unverbrauchte Freibeträge können vollständig auf den überlebenden Partner übertragen werden.

  • NRB: bis £650.000
  • RNRB: bis £350.000
  • Gesamt: £1.000.000 steuerfrei

8. Nachlassbewertung: Wo HMRC genau hinschaut

HMRC verlangt Marktwerte zum Todestag. Immobilien müssen realistisch bewertet werden – oft mit Gutachten. Fehler führen zu Strafzahlungen.

Bewertung von Immobilien für die britische Erbschaftssteuer

9. Taper Relief & weitere legale Erleichterungen

Schenkungen zwischen 3 und 7 Jahren vor dem Tod profitieren von Taper Relief: Die Steuer sinkt stufenweise. Zusätzlich gibt es:

  • £3.000 jährlicher Schenkungsfreibetrag
  • Regelmäßige Schenkungen aus überschüssigem Einkommen
  • Business & Agricultural Relief
Nachlassplanung und Erbschaftssteuer in Großbritannien

10. Die unbequeme Wahrheit 2026

Die Erbschaftssteuer ist kein „Reichenproblem“ mehr. Sie ist eine Planungsfrage. Wer früh handelt, spart oft sechsstellige Beträge. Wer wartet, zahlt.

Die eigentliche Frage lautet nicht: „Muss ich IHT zahlen?“ – sondern: Wie viel meiner Lebensarbeit will ich freiwillig abgeben?

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