Durchschnittliche Mietpreise für Wohnungen in London 2026 – was sich wirklich geändert hat
Wenn Sie 2026 in London mieten wollen, reicht ein grober Preisrahmen nicht mehr. Der Markt funktioniert anders als noch vor zwei Jahren – schneller, selektiver, teurer an den falschen Stellen und überraschend stabil an anderen.
Entscheidend ist heute nicht nur wo Sie suchen, sondern wie sich die Durchschnittsmieten verschoben haben. Genau diese Veränderungen machen den Unterschied zwischen einem machbaren Budget und einer Kostenfalle – sehen wir uns die Zahlen an.

London 2026: Teuer – aber nicht mehr überall gleich
Was viele nicht mitbekommen haben: Die Mieten steigen weiter, aber nicht mehr überall gleich schnell. Laut Daten des britischen Statistikamts (ONS) und aktueller Marktberichte hat sich das Wachstum 2025 deutlich verlangsamt – nach den extremen Sprüngen der Jahre 2022–2024.
Der Durchschnitt für ganz London liegt Ende 2025 bei rund 2.700–2.750 £ pro Monat für alle Wohnungstypen. Das ist ein Rekord – aber der eigentliche Unterschied steckt in den Stadtteilen.
Die teuersten Stadtteile Londons 2026
Viele gehen davon aus, dass „Zentrum = teuer“ die ganze Wahrheit ist. Das stimmt nur teilweise.
Kensington and Chelsea bleibt unangefochten an der Spitze. Die durchschnittliche Monatsmiete liegt 2025/26 bei etwa 3.600 £. Westminster folgt mit rund 3.250 £. Diese beiden Bezirke sind nicht nur teuer – sie verschlingen oft über 65 % des durchschnittlichen Einkommens für eine Ein-Zimmer-Wohnung.
Überraschend für viele: Bezirke wie Camden, Hackney oder Islington gelten 2026 nicht mehr als extreme Ausreißer, sondern bewegen sich im oberen Mittelfeld zwischen 2.000 £ und 2.800 £.
Wo London 2026 (relativ) bezahlbar bleibt
Hier liegt der größte Denkfehler: Viele glauben, günstige Stadtteile seien automatisch „schlecht angebunden“ oder unattraktiv. Die aktuellen Zahlen zeigen etwas anderes.
Bexley, Havering, Sutton und Bromley gehören weiterhin zu den günstigsten Bezirken. Die Durchschnittsmieten liegen hier zwischen 1.450 £ und 1.550 £ im Monat. Das ist immer noch teuer – aber fast halb so viel wie in Kensington.
Interessant ist: Gerade diese äußeren Bezirke verzeichneten zuletzt die stärkste Nachfrage. Nicht, weil sie billiger sind – sondern weil Homeoffice, neue Bahnverbindungen und Platzmangel im Zentrum die Prioritäten verändert haben.
Durchschnittliche Mietpreise in London nach Stadtteil (Stand 2025/26)
| Stadtteil | Ø Monatsmiete |
| Kensington and Chelsea | ca. £3.600 |
| Westminster | ca. £3.250 |
| Camden | ca. £2.800 |
| Hackney | ca. £2.200 |
| Islington | ca. £2.100 |
| Greenwich | ca. £1.650 |
| Ealing | ca. £1.750 |
| Bromley | ca. £1.500 |
| Bexley | ca. £1.480 |
| Havering | ca. £1.520 |
Hinweis: Die Werte basieren auf ONS-Daten und großen Marktanalysen für 2025/26 und stellen Durchschnittswerte über alle Wohnungsgrößen dar.
Wie man 2026 realistisch eine Wohnung in London findet
Der wichtigste Perspektivwechsel: Die Frage ist nicht mehr „Wie finde ich eine günstige Wohnung?“ – sondern: „Wo bekomme ich für mein Geld den größten Lebenswert?“
2026 bedeutet das konkret:
- Stadtteil vor Wohnungsgröße priorisieren. Ein kleineres Apartment in Zone 3 kann lebenswerter sein als eine größere Wohnung im falschen Viertel.
- Verkehrsanbindung vor Distanz. 35 Minuten Direktverbindung schlagen 20 Minuten mit drei Umstiegen.
- Preissteigerung mitdenken. Bezirke mit moderaten Mieten, aber hoher Nachfrage, werden schneller teurer.
Wer diese Logik versteht, spielt nicht mehr gegen den Markt – sondern mit ihm.
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Was diese Zahlen wirklich bedeuten
London ist 2026 nicht plötzlich erschwinglich geworden. Aber der Markt ist auch nicht mehr das wilde Biest von 2023.
Die eigentliche Wahrheit ist unbequemer – und befreiender zugleich: Wer heute in London zu viel zahlt, tut das oft aus falschen Annahmen. Nicht aus Mangel an Optionen.
Und genau hier schließt sich der Kreis: Die durchschnittlichen Mietpreise in London sind kein Urteil. Sie sind ein Navigationssystem. Die Frage ist nur, ob Sie gelernt haben, es zu lesen.






