Bankkonto in Großbritannien eröffnen (2026): Der Leitfaden, den Banken dir nicht geben
Ich habe mein erstes britisches Bankkonto aus dem falschen Grund eröffnet: Hauptsache schnell, Hauptsache offen. Wochen später wusste ich, was mich das gekostet hat – Gebühren, verlorene Boni, endlose Verifizierung.
2026 ist ein UK‑Bankkonto kein Detail mehr, sondern eine Entscheidung mit Folgen. Welche Bank du wählst, bestimmt Tempo, Kosten und Extras. Genau hier beginnt dieser Leitfaden.
Schritt-für-Schritt: So eröffnest du ein Bankkonto in Großbritannien (2026)
Schritt 1: Entscheide, wofür du das Konto brauchst
Alltag (Gehalt, Miete), Studium, Business oder nur Zahlungen in GBP? Diese Antwort bestimmt alles.
Schritt 2: Wähle den richtigen Kontotyp
- Current Account: Standardkonto für Alltag & Gehalt
- Basic Account: Ohne Überziehung, auch für Neuankömmlinge
- Digitales Konto: App-basiert, oft schneller
- Multiwährungskonto: Ideal für Nichtansässige
Schritt 3: Antrag stellen
2026 werden über 70 % aller Konten online eröffnet. Dauer: 10–30 Minuten. Identitätsprüfung per Video oder App.
Schritt 4: Verifizierung & Aktivierung
Nach Prüfung erhältst du Sort Code und Account Number. Debitkarte: meist innerhalb von 3–7 Werktagen.
Welche Dokumente brauchst du wirklich?
Identitätsnachweis (Pflicht):
- Reisepass (EU/UK)
- Britischer Führerschein
- Biometric Residence Permit (BRP)
Adressnachweis (häufigster Stolperstein):
- Mietvertrag oder Hypothekenabrechnung
- Gas-, Strom- oder Wasserrechnung (max. 3 Monate alt)
- Bank- oder Kreditkartenabrechnung (max. 3 Monate)
Wichtig: Fintech-Anbieter akzeptieren oft auch ausländische Adressen.
Bankkonto für Nichtansässige: Was 2026 wirklich funktioniert

Die unbequeme Wahrheit: High-Street-Banken wollen 2026 kaum Nichtansässige.
Was funktioniert stattdessen:
- Wise: UK-Sort Code + GBP-Konto ohne Wohnsitz
- Revolut: Britische Kontodaten, schnelle Eröffnung
- HSBC Expat: Hohe Mindestguthaben, aber klassisch
Für die meisten Neuankömmlinge ist ein Fintech-Konto der realistischste Einstieg.
Der versteckte Bonus: Banken zahlen dir Geld fürs Konto
Das wissen viele nicht: Britische Banken bezahlen Kunden für einen Kontowechsel.
Stand Januar 2026:
- Lloyds Bank: £250
- Santander: £200
- TSB: bis zu £200
- Nationwide: £175
Bedingung: Nutzung des Current Account Switch Service und meist 2 Lastschriften.
Was dir niemand sagt (aber entscheidend ist)
✔ Ein Konto zu bekommen ist leicht – das richtige zu wählen ist schwer.
✔ Ein falsches Konto kostet dich über Jahre Gebühren.
✔ Ein gutes Konto kann dir Geld bringen, nicht kosten.
✔ Viele Menschen wechseln nie – und verschenken hunderte Pfund.
Schlussgedanke
Am Anfang dachtest du vielleicht, es geht hier um Papierkram.
Jetzt weißt du: Es geht um Strategie.
Ein Bankkonto in Großbritannien ist 2026 kein administrativer Akt mehr – sondern eine Entscheidung mit finanziellen Folgen.
Und genau deshalb lohnt es sich, sie bewusst zu treffen.







