Digitale Zahlungen in Großbritannien 2026 – Der echte Kosten‑Guide für Händler
Digitale Zahlungen entscheiden 2026 in Großbritannien über Gewinn oder Verlust. Nicht der Umsatz fehlt Händlern – sondern die Kontrolle über Gebühren, Cashflow und Abhängigkeiten. Wer einfach „Zahlung akzeptiert“, zahlt oft doppelt: an Anbieter, Banken und mit verzögerter Liquidität.
Dieser Guide legt offen, wo die echten Kosten entstehen, welche Modelle sich rechnen und welche Risiken Händler systematisch unterschätzen – und führt Sie Schritt für Schritt zu besseren Entscheidungen bei digitalen Zahlungen.
Die wichtigsten digitalen Zahlungsmethoden in Großbritannien (2026)
Worldpay
Worldpay bleibt 2026 einer der dominierenden Zahlungsabwickler in Großbritannien – besonders für etablierte Händler mit hohem Volumen.
Was Händler oft übersehen: Worldpay ist nicht günstig, sondern verhandelbar.
- Gateway‑Gebühr: ab £19/Monat (Standard), £45/Monat (Advanced)
- Transaktionsgebühren: individuell, bei hohem Volumen ab ca. 0,75 %
- Abrechnung: meist nächster Werktag
- Chargeback‑Gebühr: £15 pro Fall
Ideal für Händler mit stabilen Umsätzen – weniger geeignet für Einsteiger.
Shopify Payments (die stille Macht)
Shopify ist 2026 mehr als eine Shop‑Software. Wer Shopify Payments nutzt, spart oft mehr, als ihm bewusst ist.
- Basic‑Plan: £19/Monat (jährlich)
- Online‑Kartengebühr: ab 2,0 % + 25p
- Keine Zusatzgebühr für Apple Pay, Google Pay & Klarna (integriert)
- Auszahlung: 2–3 Werktage
Der Trick: Externe Gateways kosten extra. Wer Klarna oder Stripe außerhalb von Shopify Payments nutzt, zahlt bis zu 2 % Zusatzgebühr an Shopify.
PayPal
PayPal bleibt 2026 der psychologische Vertrauensanker im Checkout – aber nicht der günstigste.
- Inlandszahlung: 2,9 % + £0,30
- Internationale Zahlung: + 1,29 %–1,99 % Aufschlag
- Chargeback‑Gebühr: £14–£16
PayPal steigert Conversion – senkt aber Margen. Viele Händler nutzen es gezielt, nicht flächendeckend.
Stripe
Stripe ist 2026 das bevorzugte System für technisch versierte Unternehmen.
- UK‑Karten: 1,5 % + 20p
- EU‑Karten: 2,5 % + 20p
- Internationale Karten: 3,25 % + 20p
- Monatliche Fixkosten: £0
Stripe ist transparent, flexibel – aber kein Plug‑and‑Play‑System für Anfänger.
Klarna

Klarna verkauft 2026 keinen Zahlungsdienst – sondern höhere Warenkörbe.
Wichtig: Klarna veröffentlicht keine festen Preise. Typisch sind:
- Gebührenbereich: ca. 3,5 %–5,99 % + Fixbetrag
- Keine monatliche Grundgebühr
- Auszahlung meist innerhalb weniger Tage
Perfekt für Mode, Elektronik und Lifestyle – riskant bei niedrigen Margen.
Payoneer
Payoneer ist kein klassisches Checkout‑Tool, sondern ein internationales Abrechnungssystem.
- Lokale GBP‑Konten für UK‑Zahlungen
- Über 150 Währungen
- Ideal für Marktplätze & internationale Kunden
Payoneer spart Zeit – nicht unbedingt Gebühren.
Die unbequeme Wahrheit über digitale Zahlungen in Großbritannien
Viele Händler optimieren Marketing, Produkte, Logistik – und verlieren still Geld im Checkout.
Die Wahrheit: Wer 2026 in Großbritannien verkauft, braucht nicht mehr Zahlungsmethoden, sondern die richtige Mischung.
Ein schneller Checkout mit klaren Gebühren schlägt zehn Logos am Seitenende.
Digitale Zahlungen sind kein technisches Detail mehr. Sie sind eine strategische Entscheidung.







